„Entweder ganz oder gar nicht“
Starthaus BeratungFrederik Schmidt hat mit seiner FernAkademie Dr. Schmidt den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt – in einem hart umkämpften Markt. Wie er für sich dabei seine Existenzgründer-Erfolgsformel fand.
Wer an ein Fernstudium denkt, dem fallen häufig die Werbungen der großen Anbieter ILS oder der Fernuni Hagen ein – oder neuerdings Onlinekursanbieter wie Udemy oder Coursera. Der Markt scheint aufgeteilt.
Für Dr. Frederik Schmidt aber nicht. Er hat seine Lücke gefunden. 2015 startete der Wahlbremer seine „FernAkademie Dr. Schmidt“ und kann mit ihr heute fünf staatlich zertifizierte Programme anbieten.
Eigenes Wissen weitergeben
Alles begann mit einem Doktortitel. 2008 promovierte Schmidt im Bereich der Wirtschaftswissenschaften, hielt dabei an der Universität Mainz Lehrveranstaltungen, unterrichtete nebenbei Studierende. Auf das Unterrichtsmaterial aus dieser Zeit stieß er einige Jahre später wieder – damals schon als Abteilungsleiter in der Industrie. „Der Lehrauftrag hat mir sehr viel Freude bereitet. Ich fragte mich: Warum kann ich das Material von damals nicht noch nutzen und andere von meinem Wissen profitieren lassen?“, so der 37-Jährige.
Er konzipierte seinen ersten Kurs „Mikroökonomik“ und ließ ihn sich von der „Zentralstelle für Fernunterricht“ ZFU zertifizieren. „Im Laufe der kommenden zwei Jahre habe ich die Akademie nebenberuflich betrieben. Durch Umstrukturierungen in meinem Hauptjob wurde ich 2017 vor die Wahl gestellt: Mach ich es ganz oder gar nicht?“, so der Existenzgründer.
Die Freiheit der Selbstständigkeit nutzen
Die Entscheidung fiel zugunsten der Akademie. Er gab seinen Job auf und konzentrierte sich ganz auf den Aufbau seines Unternehmens. „Ich genieße die Freiheit als Selbstständiger. Ich kann entscheiden, wo es lang geht, was in meinem Unternehmen passiert, das ist wunderbar“, ist Schmidt begeistert.
Mit seinem Kursangebot platziert er sich heute neben den großen Anbietern als Spezialist. „Die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer profitieren sowohl vom fachlichen Wissen als auch von meiner Erfahrung in der Industrie – und da wir als Anbieter relativ klein sind, ist der persönliche Kontakt zwischen Lehrenden und Kursteilnehmenden unmittelbar. Das haben wir anderen voraus.“
Existenzgründerkurs neu im Programm
Neben Kursen im Bereich der Wirtschaftswissenschaften bietet er neuerdings „Existenzgründung und Social Media Marketing“ an. In dem zweimonatigen Kurs führt die Akademie in die Grundlagen für den Start in ein eigenes Unternehmen ein. „Gründerinnen und Gründer wollen mit ihrer Idee schnell loslegen, deshalb haben wir alles Wichtige in einem zweimonatigen Crashkurs kondensiert“, so Schmidt.
Mit dem Kurs reflektiert er auch seine eigene Gründungsphase – in der nicht immer alles nach Plan verlief. „Ich habe zu Anfang unterschätzt, wie viel Zeit und Kosten in den Aufbau des eigenen Unternehmens gehen. Aus meinen Erfahrungen können andere lernen, man muss denselben Fehler ja nicht zweimal begehen.“
Heutige Gründerinnen und Gründer setzen oft auf die sozialen Medien, um neue Kunden zu gewinnen, aus diesem Grund sind Facebook, Instagram und Co ebenfalls Teil des Programms. „Ich habe mit meiner FernAkademie schon verschiedene Vertriebswege beschritten, ob Social Media, Google Ads, Vergleichsportale oder ähnliches“, so der Wirtschaftsexperte. „Es ist wichtig, Dinge schnell auszuprobieren, aber auch rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, wenn es nicht funktioniert.“
In der Bremer Gründerszene gut aufgehoben
Ein wichtiger Schritt in seiner eigenen Selbstständigkeit war die Erstellung des Businessplans. „Dabei hat mir das Starthaus sehr viel weitergeholfen in Person von Gründungsberater Ralph Jänisch, der ein toller Sparringspartner für meine Ideen und Einfälle war“, so Schmidt. Daneben halfen ihm Gespräche und Treffen im Bremer Gründungsnetzwerk weiter. Denn viele Gründerinnen und Gründer unterschätzen oft die Bedenken und Zweifel, die ihnen in der Anfangsphase von Freunden, Familie und Bekannten entgegengebracht werden. „Zu sehen, dass es anderen genauso geht, dass andere Gründende dieselben Probleme, Sorgen, Hoffnungen und Erwartungen haben, ist enorm hilfreich.“
Auf das erste Jahr Selbstständigkeit zurückblickend, bereut der gebürtiger Sauerländer nicht einen Tag. Er plant nun, seine Akademie weiter auszubauen, mit neuen Kursen und einer steigenden Teilnehmendenzahl. Und das alles von Bremen aus, denn: „Die Stadt ist groß genug, damit immer etwas los ist, aber auch klein genug, dass man Bekannte auf der Straße trifft und nicht in einer anonymen Masse verschwindet, das gefällt mir.“
An einer Gründung oder an Wachstum des jungen Unternehmens interessiert? Schreib uns gern eine Mail an info@starthaus-bremen.de oder rufe uns unter +49 (0)421 9600 372 an, wenn du Fragen zu deiner Gründung(sidee) hast oder Unterstützung beim Wachstum wünschst. Wir haben die Antworten!
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