1. August 2018

Start up in Bremen und Bremerhaven: So geht’s!

Ein Unternehmen gründen in Bremen ist einfach. Denn hier hat sich eine einmalige Start-up-Landschaft gebildet, die Zugang zu Wissen, Fördermitteln und Kontakten ermöglicht. Da bleibt nur zu sagen: Auf geht’s!

 

In Deutschlands kleinstem Bundesland hat sich eine lebendige Gründerszene entwickelt. Der Umgang untereinander ist familiär – Behörden, Banken, Unternehmen und Förderinstitute ziehen an einem Strang. Das macht den Start in den beiden Städten so leicht.

2017 wurden in Bremen 2.800 Unternehmen (gewerbliche Existenzgründungen und Freie Berufe, Quelle: IfM Bonn) gegründet. Egal welches Thema, egal welcher Kenntnisstand – jedes Gründungsvorhaben beginnt dabei im Land Bremen im:

 

Starthaus

Das Starthaus ist die zentrale Anlaufstelle für alle Gründungswilligen sowohl  in Bremen, als auch in Bremerhaven. Dort sitzen die Starthelferinnen und Starthelfer. Sie begleiten die Unternehmensgründerinnen und Gründer persönlich während der gesamten Startphase bis hin zur ersten Wachstumsphase. Dabei beantworten sie Fragen zu Gründungsthemen, helfen beim Businessplan und Finanzierungsfragen oder vermitteln wichtige Kontakte. Und das alles natürlich kostenlos.

Das Starthäuser im Land Bremen sind Einstiegspunkt in:

 

WFB/Jonas Ginter

Das Netzwerk für Gründende in Bremen
Gründerinnen und Gründer, Junge Unternehmerinnen und Unternehmer benötigen Partner und wertvolle Kontakte. Im jeweiligen Starthaus finden sie Anschluss an öffentliche Partner (Bridge, Frauen in Arbeit und Wirtschaft e. V., Unternehmensservice Bremen Handels– und Handwerkskammer, BIS Bremerhaven u.a.); private Partner (Banken, Unternehmen, Acceleratoren); Investoren (High-Tech-Gründerfonds, Privatinvestoren) und Partner aus der Wissenschaft (Hochschulen Bremen/Bremerhaven, Forschungsinstitute). Der enge Zusammenhalt zwischen diesen Akteuren ist es, die den Start-up-Standort Bremen attraktiv für Gründende macht.

 

Die Finanzierung
Für Gründerinnen und Gründer  ist das jeweilige Starthaus die erste Wahl für alle Finanzfragen. Sie bietet Finanzierungsmöglichkeiten für unterschiedlichste Zwecke:

  • Zinsgünstige Darlehen
  • Crowdfunding
  • Mikrokredite
  • Beteiligungskapital
  • Zuschüsse und Darlehen für Entwicklungsvorhaben im Bereich Innovation

 

Die Beratung

Für das Starthaus stehen die Bedürfnisse der Akteure an erster Stelle. Weiterbildung und Beratung sind ein wichtiger Bestandteil der Bremer Gründungsförderung. Im Starthaus werden regelmäßig kostenlose Weiterbildungen angeboten. Ob zu handfesten Themen wie Businessplanung oder  Steuermodellen oder erste Orientierung und Inspiration auf der Suche nach dem richtigen Geschäftsmodell.

 

Das Coaching

Gründungscoaching findet in regelmäßigen Seminaren und Veranstaltungen statt, hier ist vor allem das Starthaus Coachingprogramm als Erfolgsmodell zu nennen. In einem zwölfmonatigen Programm mit ca. 200 Ausbildungsstunden werden Gründende intensiv gecoacht, unter anderem in Akquise, Vertrieb, Betriebswirtschaft, Konzeption, Steuern und Rechte. Gründende können zudem einen finanziellen Zuschuss in der Startphase erhalten.

 

Gründung aus Hochschulen

Bremen ist ein herausragender Wissenschaftsstandort. Die Hochschullandschaft mit fünf Hochschulen und einem starken Wissenschaftsstandort (Technologiepark Bremen: 500 Unternehmen, 12.000 Mitarbeiter) produziert viele junge Talente und Ideen. Diese können mit dem BRIDGE-Programm (Existenzgründung aus Hochschulen) ins eigene Unternehmen starten. Träger der Hochschul-Initiative sind die Universität Bremen, die Hochschule Bremen, die Hochschule Bremerhaven und die Bremer Aufbau-Bank GmbH.

Das LEMEX-Institut (Lehrstuhl für Mittelstand, Existenzgründung und Entrepreneurship) der Universität bereitet Studierende auf die Gründung vor und veranstaltet zusätzlich etwa Pitching-Events. Hinzu kommt das bundesweite EXIST-Förderprogramm, zu dem Bridge berät. Zudem unterstützt die Patentverwertungsagentur InnoWi bei Patentanmeldung und Gründung.

In Bremerhaven gibt es einen eigenen Studiengang für Gründerinnen und Gründer: Den Bachelor in Gründung Innovation Führung (GIF). Er richtet sich an unternehmerisch denkende und handelnde Menschen, die ein Unternehmen starten wollen oder bereits gestartet haben. Es geht um  Methoden, Modelle, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Einstellungen und praktische Erfahrungen. Bestandteil des Studiums ist eine tatsächliche Unternehmensgründung im Team, die sich dann am Markt behaupten muss.

BITZ (c) WFB

 

Wachsen und gedeihen – die Technologie- und Gründerzentren

Wer in Bremen und Bremerhaven gründet, sollte einen Blick auf die Technologie- und Gründerzentren werfen. Hier tüfteln Start-ups zu günstigen Konditionen und mit modernster Infrastruktur. Etwa das BITZ  Bremer Innovations- und Technologiezentrum im Technologiepark. Direkt an einer der besten Unis in Deutschland – der Universität Bremen – gelegen, sitzen hier 80 Unternehmen aus der Technologiebranche. Sie profitieren von der Nähe zur Uni, den komfortablen Services des BITZ und vielen Veranstaltungen für Gründer.

Auch im World Trade Center und in den Fahrenheithäusern finden Start-ups Räumlichkeiten, in denen sie unkompliziert loslegen können. Gleich mehrere Coworking-Spaces in Bremen und Bremerhaven locken mit entspannter Arbeitsatmosphäre und regem Austausch, auch noch lange nach Feierabend. Wer da Schwierigkeiten hat, sich zu entscheiden, dem hilft der Unternehmensservice Bremen. Keine Frage, die hier nicht beantwortet werden könnte – auch in Englisch, Türkisch und Russisch.

 

Investoren, Acceleratoren, Inkubatoren

Im Land Bremen gibt es eine Reihe privater bzw. Corporate-Investoren, die neben finanzieller Unterstützung vor allem auch mit unternehmerischen Know-how und Kontakten jungen Gründerinnen und Gründern zur Seite stehen.

Hierzu gehört etwa team neusta, Deutschlands größte Internetagentur, die auf dem neusta Campus gleich mehrere junge IT-Start-ups mit Finanzierung, Wissen und Arbeitsplätzen unterstützt. Im Kraftwerk City Accelerator des Energieunternehmens swb und Mercedes arbeiten ganz verschiedene Start-ups aus den Schwerpunkten Energie/Automotive/Smart city an ihren Ideen. Im Cluster Raumfahrt steuert das Business Incubation Center (BIC) der ESA Geld bei.

Ein herausragendes Merkmal in Bremen sind die Corporate Start-ups, wie sie auch das Handelsunternehmen Melchers fördert. Darüber hinaus engagieren sich Investoren in Bremens traditionell starken Netzwerken, wie etwa den Business Angels, wo sie Patenschaften übernehmen oder als Venture Capitalists auftreten.

 

Tüfteln und coden – Makerspaces und Zukunftslabore

Neue Technologie und Geschäftsmodelle brauchen Schliff  – warum nicht gemeinsam an Bahnbrechendem werkeln? In Zukunftslaboren wie dem Brennerei DIGILAB 4.0, dem Lenze DOCK.ONE oder dem Daimler Innolab können sich junge Gründende weiterbilden, gemeinsam neue Ideen entwickeln und kollaborativ arbeiten.

Das Fablab Bremen bietet mit 3D-Druckern und Lasercuttern alles fürs Erfinderherz, in der Kalle Co-Werkstatt finden Do-It-Yourself (DIY)-Produkte und -Projekte Raum. Bei Culicons entsteht derzeit ein Food Hub & Think Tank Bremen für die gesamte Lebensmittelwirtschaft.

 

Gemeinsam stärker auftreten

Regelmäßig finden Start-up-Festivals und Events die Jacobs Start-up Competition, Open Pitch Nights und ähnliche statt. Hinzu kommen Netzwerke speziell für Gründer mit regelmäßigen Treffen, organisiert etwa vom Starthaus Bremen wie das „Founder Meet-up Bremen“, der Hilfswerft zum Thema Social Entrepreneurship, dem Google Startup Grind Bremen oder den Wirtschaftsjunioren Bremen. Begleitet wird die Szene durch Startup-spezifische Medien wie die Seite startups-bremen.de oder das Startuptaxi auf Youtube.

 

Internationale Gründer willkommen!

Für manche internationalen Gründer war ein Messestand  von bremeninvest der erste Schritt nach Bremen. Die Marke Bremeninvest der WFB Bremen wirbt in internationalen Zielländern sowie auf Messen für Bremen. Der Unternehmensservice Bremen unterstützt Gründer in verschiedenen Sprachen. In der Raumfahrt hat sich im Rahmen der New Space-Bewegung eine Start-up-Community gebildet. Ob in der Raumfahrt oder anderen Branchen, bei internationalen Delegationsreisen ist auch für junge Start-ups ein Platz frei – ein Logenplatz für neue Kontakte.

 

Digitale Gründerplattform in Zusammenarbeit mit der KFW

Die Gründerplattform ist Teil des digitalen Angebotes des Starthauses. In Kooperation mit der KFW Bank bietet die Webseite ein digitales Angebot über alle Phasen der Gründung, vor allem für Online-Start-ups. Das Starthaus war am Entwicklungsprozess des neuen Online-Angebots beteiligt. Die Plattform ist zugleich ein aktuelles Beispiel für eine sehr enge und gute Zusammenarbeit mit der KFW, die auch in anderen Förderbereichen praktiziert wird.

 

Und jetzt: Anrufen und Gründen! Du findest den Weg zu uns unter der Info-Hotline: +49 (0)421 9600 372